Das Maddock Manifest

«Das Maddock Manifest» ist eine Soloperformance von Benjamin Burger. Kern des Abends bildet seine akribische Recherche über den Künstler Hermann Maddock, der sich im Detroit der 90er Jahre in einem performativen Akt das Leben nahm. Er hinterliess ein enigmatisches Manifest, mit dem er sich und sein Werk aus der Welt radieren wollte. Was heute von Maddock bleibt sind Leerstellen, die Benjamin versucht zu fassen.

Er interpretiert die Geschichte um Hermann Maddock als die seiner eigenen Heimsuchung. Dafür inszeniert er auf der Bühne eine unvollständige Retrospektive des radikalen Künstlers und verstrickt sich immer mehr in dessen widersprüchliches und depressives Weltbild. Die Künstlerbiografien vermengen sich und zum Schluss stehen nicht nur die Grundmanifeste des Abends auf dem Spiel, sondern die Integrität ihrer Selbstbehauptungen. Letztlich stellt sich die Frage, wer hier wen aufsuchte. Ist Maddocks Scheitern ein persönliches oder ein kollektives?

Fr 3. Mai, 20 Uhr Uraufführung
Sa 4. / Do 9. / Fr 10. / Sa 11. Mai, jeweils 20 Uhr
Im Fabriktheater, Zürich
Tickets unter Rote Fabrik

Künstlerische Leitung / Performance BENJAMIN BURGER Produktionsleitung ANTJE CZUDAJ Kostüm HENRIETTE HERM Technik ROBERT MEYER Dramaturgische Beratung ANDREAS STORM Externes Auge SABINA AESCHLIMANN, DIMITRI STAPFER Regieassistenz YANIK RIEDO Koproduktion FABRIKTHEATER ROTE FABRIK ZÜRICH Gefördert durch STADT ZÜRICH KULTUR, FACHSTELLE KULTUR KANTON ZÜRICH, MIGROS-KULTURPROZENT, INTERPRETENSTIFTUNG, BERNARD-JOHNSON STIFTUNG